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Wie man zur Zeit überall im Netz (und vermutlich auch außerhalb davon) lesen kann, hat die Piratenpartei wieder einmal mit einem mittelschweren PR-Gau zu kämpfen, weil in ihren Reihen (und erchwerend sogar in einem - wenn auch eher unbedeutenden - Parteiamt) ein Rechtsextremer/Verwirrter aufgefunden wurde. Der Spiegelfechter nimmt dies zum Anlaß für einen sehr lesenswerten Artikel, den ich hier ausdrücklich empfehlen möchte.
Und weil ich sie so richtig finde, zitiere ich die beiden Kernsätze hier sogar direkt:
Meinungsfreiheit muss auch für Vollidioten gelten.
Auch Rechtsextreme genießen Bürgerrechte.
Eine gefestigte Demokratie und offene Gesellschaft muß so was aushalten. Oder, um es mit den unsterblichen Worten von Evelyn Beatrice Hall zu sagen: “Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.”
Okay, jetzt habe ich endgültig den Punkt erreicht, an dem ich einen Eintrag eigentlich ganz allein für mich schreibe. Ein Kollege hat mir nämlich vor kurzem beim Mittagessen vom Restaurant Dans le Noir erzählt, das er in Warschau besucht hat.
Die Idee ist, daß man in völliger Dunkelheit ißt, um so eine völlig neue Erfahrung zu machen und z.B. zu erkennen wie sehr normalerweise das Sehen den Geschmackssinn beeinflußt. Konsequenterweise sind die Kellner in diesem Restaurant blind, was für eine interessante Umkehrung der Situation sorgt, wie sie in der Außenwelt herrscht. Hier ist der Sehende auf die Hilfe des Blinden angewiesen.
Das alles finde ich so interessant, daß ich dort unbedingt einmal hin möchte. Der (leider komplett verflashten) Webseite entnehme ich, daß es solche Restaurants zur Zeit nur in Paris, London, Warschau und Moskau gibt. Und bis ich sowieso mal in einer dieser Städte bin, soll mir dieser Beitrag als Erinnerungsstütze dienen.
Und falls mich ein Leser begleiten möchte, hätte ich da natürlich auch nichts dagegen. Allein kommt man sich im Restaurant doch immer etwas komisch vor.
Erstellt von kreetrapper am Donnerstag 2. Juli 2009
Mittlerweile gibt es schon ganz schön viele Deutsche, die ohne Mauer aufgewachsen sind. Die PARTEI arbeitet zwar unermüdlich daran auch diesen Menschen eine hoffnungsvolle Perspektive zu geben, aber bis es soweit ist, hätte ich hier schon mal ein Video der Deutschen Welle, das schön anschaulich erklärt, wie das damals so war, mit der Mauer durch Deutschland:
Und weil es ja die Deutsche Welle ist, gibt es das Ganze natürlich wahlweise auch auf Englisch:
Erstellt von kreetrapper am Dienstag 30. Juni 2009
Das Urheberrecht (und vor allem die anhängige Verwertungsrechtssituation) wie es momentan funktioniert steckt ohne Zweifel in einer Krise. Im Tagesspiegel stand heute ein sehr kluger Artikel dazu. Der Autor Jens Mühling geht angenehm vorurteilsfrei an das Ganze heran und sagt viele kluge Dinge. Wie nicht anders zu erwarten, wird er dafür von tumben Trollen in den Kommentaren angepöbelt. Falls der Webmaster des Tagesspiegels mitliest, möchte ich hierzu die von xkcd für Youtube vorgestellte Lösung empfehlen.
Erstellt von kreetrapper am Donnerstag 25. Juni 2009
Der Hype um das neue iPhone 3gs und die EU-marktrechtlich bedenkliche Providerbindung desselben (wofür ist der Neoliberalismus eigentlich gut, wenn er nicht mal so was hinbekommt, was doch offensichtlich genau in seinen Bereich fällt?) führt zu abstrusesten Verhaltensweisen. Auf mysteriösen Wegen (vermutlich Twitter?) bin ich auf diese Seite gestoßen.
Das Problem. Das neue iPhone kostet hierzulande ohne Vertrag offenbar abenteuerliche Preise jenseits der 1000 Euro (keine Ahnung ob das stimmt und zu faul es nachzuprüfen).
Die Lösung: In Italien bekommt man es schon für läppische 600 Euro.
Neues Problem: Die liefern nur innerhalb Italiens.
Neue Lösung: Mit dem gesparten Geld einen Kurztrip nach Italien machen und sich das Teil ins Hotel liefern lassen.
Zitat von der oben verlinkten Seite:
TIPP: Bei Ryanair gab es vor 2 Wochen Flüge für 2 Euro (Endpreis für Hin/Zurück!), derzeit ist es zwar wieder etwas teurer, aber nächste Woche gibt es ja wieder neue Ryanair Angebote. Der Flughafen z.B. in Bologna und Rom liegt sehr nah an der jeweiligen Stadt.
Ich finde das zwar total abstrus, andererseits gefällt dem europhilen Weltenbummler in mir irgendwie der grenzenlose Charme dieser Idee. Wenn ich reich oder verrückt genug wäre, würde mir das auch Spaß machen. Auch gerade weil es so abstrus ist.
Erstellt von kreetrapper am Mittwoch 24. Juni 2009
Wie diesem Artikel auf p2pnet news zu entnehmen ist, will die Wikipedia demnächst verstärkt auf Videos setzen. Man plant ein einfaches Interface mit dem Nutzer Videos mit ein paar Klicks direkt in einen Artikel einfügen können. Als Quelle, aus denen der Nutzer Videos einbinden kann, dienen vorerst das Internet Archive, Metavid (eine Sammlung von Reden im amerikanischen Kongress und ähnlichem) und natürlich das hauseigene Wikimedia Commons. Der Plan ist gemeinfreie Mediendateien einem größeren Publikum näherzubringen. Eine gute Idee, wie ich finde.
Erstellt von kreetrapper am Dienstag 23. Juni 2009
tehawesome hat einen abstrusen Usernamen. Er hat allerdings auch einen tollen Comic über Twitter gemacht, der ziemlich gut zusammenfaßt, was Twitter eigentlich ist und was es nicht ist.
Diesen interessanten Artikel habe ich über das hier (bzw. nebenan) schon vorgestellte Blog 3vor10 gefunden. Für alle, die dort (noch) nicht mitlesen, weise ich auch hier darauf hin:
Neue Funde zur Lungenfunktion rütteln an den Grundfesten der Vogelevolution
Vögel gelten als die Nachfahren von kleinen, zweibeinig laufenden Dinosauriern – so jedenfalls die etablierte Lehrmeinung. Jetzt aber greifen amerikanische Forscher diese Basis der Vogelevolution an. Im „Journal of Morphology“ postulieren sie, dass sich Lungenfunktion und Oberschenkelanatomie von Dinos und Vögeln dermaßen fundamental unterscheiden, dass es sich ihrer Meinung nach nur um eine parallele Entwicklung handeln könne. Allenfalls habe es einen gemeinsamen Vorfahren beider gegeben.
Warum nicht mal ein Buch mit einem völlig verrückten Titel lesen? Hier gibt es nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei Listen mit solchen Titeln. Sehr schön finde ich z.B. “Old Tractors and the Men Who Love Them”. Mein Favorit ist aber ganz klar dieses Buch: