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Es gibt offenbar nach langen 20 Jahren einen neuen Vorspann für die Simpsons. Der Grund ist vermutlich, daß sie seit kurzem in HDTV ausgestrahlt werden. So sieht’s aus:
Man muß sich nur mal ein bißchen bei Youtube umgucken, um zu sehen, was für gewaltige kreative Energien freigesetzt werden durch das allgegenwärtige Internetpublikum einerseits und den beinahe ins bedeutungslose gesunkenen Aufwand an Zeit und Kosten für, zum Beispiel, den Videoschnitt.
Also Beispiel mögen diese drei Varianten der Doctor-Who-Eröffnungssequenz dienen:
Vor einigen Wochen habe ich Euch von Joss Whedons neuestem Geniestreich, Dr. Horrible, erzählt.
Ich hoffe, Ihr habt das knapp 45 Minuten lange Internet-Superhelden-Musical alle gesehen, denn es ist tatsächlich sehr gut bis hervorragend. Wie von Whedon gewohnt ist es sehr witzig und erzählt trotzdem eine interessante Geschichte mit einem derart typischen Ende, daß eigentlich alle, die Angel und Buffy gesehen haben, damit rechnen müssen.
Entgegen der ursprünglichen Ankündigung kann man das Video wohl weiterhin (oder besser: wieder) kostenlos auf der offiziellen Website ansehen. Trotzdem gibt es natürlich guten Grund sich jetzt schon auf die DVD zu freuen, die laut einem Interview “auf jeden Fall vor November” herauskommen soll.
Dr. Horrible scheint genau das zu sein, auf das die Welt gewartet hat. Immerhin ist es einer der ersten wirklich ernstzunehmenden Versuche, professionelle TV/Film-Produktionen an den großen Studios vorbei zu produzieren (wie von mir prophezeiht, war es nur eine Frage der Zeit). Dementsprechend spricht zum Beispiel die taz von einem “zukunftsweisenden Geschäftsmodell”. Und auch andere renommierte Zeitungen wie die New York Times oder der Observer berichten groß über Joss Whedons Experiment. (Eine große Anzahl von weiterführenden Links bietet das Community-Blog Whedonesque.)
Bis jetzt, so kann man dem oben verlinkten Interview entnehmen, hat Dr. Horrible seine Produktionskosten (eine kleine sechsstellige Summe) noch nicht wieder eingespielt. Aber das Erscheinen der DVD sollte das meiner Meinung nach sicher stellen. Es wird sicherlich interessant, zu sehen, welche Reaktionen dieses - eindeutig als gelungen einzustufende - Experiment hervorrufen wird - sowohl im Internet als auch bei den etablierten Studios.
Vor einiger Zeit habe ich von Joss Whedons neustem TV-Projekt, Dollhouse, berichtet. Wie ich damals schrieb hat der WGA-Streik das ganze beträchtlich verzögert. Das allwissende Wiki spricht von einem Sendestart in den USA zum Beginn des nächsten Jahres. Inzwischen gibt es aber zumindest schon mal einen ersten Trailer. Hier bei io9 könnt Ihr ihn ansehen.
Der durch juristische Anfechtungen lange verschobene TV-Zweiteiler Eine einzige Tablette wird heute und morgen Abend endlich in der ARD ausgestrahlt werden. Der Film des Kultregisseurs Adolf Winkelmann (die Ruhrgebietstrilogie jetzt kaufen) behandelt den bekannten Pharma-Skandal auf fiktionale Weise. Die taz druckt passend dazu heute ein Interview mit Winkelmann.
Möglicherweise ebenfalls sehenswert ist ein Dreiteiler im ZDF, der sich mit meinem Lieblingsstadtteil beschäftigt. Heute und an den beiden folgenden Tagen gegen 22.15 Uhr im ZDF Rap, Koran und Oma Bonke: Nordstadt - ein deutsches Viertel.
Seit kurzem kann man das neueste Buch des vortrefflichen Wil Wheaton The Happiest Days Of Our Lives auch als Europäer bestellen - und zwar hier.
Ebenfalls bereits vorbestellen kann man das neueste Werk des wunderbaren Neil Gaiman Odd and the Frost Giants. Dieses Buch ist Neils Beitrag zum Welttag des Buches (der überraschenderweise im Vereinigten Königreich am 6. März zelebriert wird und nicht wie hierzulande am 23. April). Da es Teil eines Wohltätigkeits-Events ist (genauer erklärt es Neil selbst) kostet das Buch nur ein Pfund, kann allerdings auch nur auf der Insel gekauft werden. Oder eben bei amazon.co.uk.
Jetzt wechseln wir das Medium. Es wird einen zweiten Akte-X-Film geben. Und zwar mit Mulder und Scully (und Chris Carter). Etwas (aber nicht viel) mehr steht im Forbidden Planet International Blog Log.
So, das beste gibt es zum Schluß.
Joss Whedon hat den Weg zurück ins Fernsehen gefunden.
Sein neues Projekt heißt Dollhouse und Eliza Dushku persönlich wird die Hauptrolle spielen. Fox (beim Klang dieses Namen bekommen Firefly-Fans schon die ersten Panik-Attacken) hat zunächst einmal sieben Folgen geordert. In diesem recht ausführlichen Interview meint Joss, daß man theoretisch bereits im Februar sendebereit wäre. Wenn, ja wenn die Writer’s Guild of America nicht gerade in den Streik getreten wäre. Die Zeit, die es dauert bis dieser Konflikt gelöst ist, muß man also auf diese Schätzung noch einmal draufrechnen.