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Talent Copies - Genius Steals » 2008 » Mai

Archiv für Mai, 2008

To boldly go…

Erstellt von kreetrapper am 22. Mai 2008

Die Chance für alle, die sich ihre Berufswünsche aus der Kindheit bewahrt haben: Die ESA sucht “die nächste Generation europäischer Astronauten”.

Auf dieser Seite kann man nachlesen, welche Stellen dort noch zu besetzen sind und sich für den Job-Newsletter anmelden. Und hier geht es direkt zu den Stellenanzeigen.

Viel Erfolg und winkt mir aus dem Orbit zu, wenn Ihr es schafft.

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Sprachenwunder

Erstellt von kreetrapper am 16. Mai 2008

Es ist allgemein bekannt, daß Computer nach wie vor keine besonders begabten Übersetzer abgeben. Und wenn man die letzten drei, vier Tests entsprechender Software in der c’t vergleicht, wird einem auch ohne linguistisches Hintergrundwissen relativ schnell klar, daß dies - das Ausbleiben eines unerwarteten, spektakulären Durchbruchs (z.B. die Ausarbeitung einer vollständigen generativen Grammatik mindestens zweier natürlicher Sprachen) vorausgesetzt - auch auf absehbare Zeit so bleiben wird. Immerhin sind die Programme aber mittlerweile so weit, daß man ihnen einen Brocken Text in einer fremden Sprache hinwerfen kann und sie daraus einen Text in der Zielsprache machen, der zwar keine Schönheitspreise gewinnt, dem man aber doch in den allermeisten Fällen genug entnehmen kann, um zu wissen, worum es eigentlich in dem Ursprungstext geht.

Ein solches Programm, das online verfügbar ist und das man auch gleich mit der URL einer Webseite füttern kann ist Google Translate. Und das spricht seit kurzem wieder eine Reihe neuer Sprachen. Zehn neue Sprachen sind hinzugekommen, neun davon europäische, als da sind: Bulgarisch, Kroatisch, Tschechisch, Dänisch, Finnisch, Hindi, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch und Schwedisch. Zusammen mit den bereits vorhandenen Sprachen sind das insgesamt 23 und Google deckt damit den größten Teil Europas ab. Cool finde ich auch eine neue Funktion, die versucht automatisch die Sprache des eingegebenen Texts zu bestimmen.

Und wo ich schon mal dabei bin, füge ich hier auch gleich noch ein paar Links zu im Internet verfügbaren Wörterbüchern ein. Dann sind wenigstens alle Ressourcen an einer Stelle zu finden.

Der Platzhirsch ist sicherlich LEO, das neben Englisch, Französisch und Spanisch seit kurzem auch Italienisch und Chinesisch kann. Allerdings immer nur in Kombination mit Deutsch.

Beolingus kennt ebenfalls die Kombinationen DE-EN und DE-ES und zudem Deutsch-Portugiesisch.

Flexidict kann DE-EN, DE-FR, DE-ES und DE-IT und hat DE-PT und Deutsch-Schwedisch in Planung.

Wem das zu deutschlastig ist, der findet bei Wordreference die Kombinationen EN-FR, EN-IT und EN-ES.

Hier findet sich eine recht lange Linkliste zu weiteren online zugänglichen Wörterbüchern. Und diese Linksammlung bietet sogar Klingonisch an. Und hier noch eine englische wirklich sehr lange Liste: Wordgumbo. Hier  finden sich sogar zu so exotischen Sprachen wie Tagalog etwas.
Zum Schluß noch ein Link zum Urban Dictionary. Im englischsprachigen Netz stolpert man häufiger mal über Redewendungen, die ihren Weg noch nicht in die etablierten Wörterbücher gefunden haben. Hier finden sich die Sorte von Idiomen, die man z.B. in Rap-Texten findet. Slang, eben. Fo shizzle ma nizzle.

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Erster Dollhouse Trailer

Erstellt von kreetrapper am 16. Mai 2008

Vor einiger Zeit habe ich von Joss Whedons neustem TV-Projekt, Dollhouse, berichtet. Wie ich damals schrieb hat der WGA-Streik das ganze beträchtlich verzögert. Das allwissende Wiki spricht von einem Sendestart in den USA zum Beginn des nächsten Jahres. Inzwischen gibt es aber zumindest schon mal einen ersten Trailer. Hier bei io9 könnt Ihr ihn ansehen.

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Arbeit macht frei

Erstellt von kreetrapper am 15. Mai 2008

strafvollzug.jpg

Nie war dieser Spruch wahrer als jetzt. Getreu dem beliebten Motto “wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”, möchte unser “Wirtschaftsminister” Michael Glos jetzt die Zwangsarbeit einführen um die Vollbeschäftigung wieder ins Land zu holen. Ich finde das dermaßen schockierend und widerwärtig, daß mir die Worte fehlen. Daher verweise ich nur auf diesen ausführlichen Artikel des Spiegelfechters.

Der dräuende Bürgerkrieg Arm gegen Reich wirft weiterhin seine Schatten voraus. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.

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Italien möchte sich abschotten

Erstellt von kreetrapper am 14. Mai 2008

Die neue italienische Regierung ist noch keinen Monat im Amt und schon kommen die ersten unguten Ideen.

Offenbar denkt man dort darüber nach, das Schengener Abkommen auszusetzen oder - noch schlimmer - die Freizügigkeit nur für bestimmte Personengruppen gelten zu lassen.  Das ist natürlich ganz üble Diskriminierung (in diesem Fall sind wohl Roma das intendierte Ziel), die ja mittlerweile auch in Deutschland wieder salonfähig geworden zu sein scheint. Auch hierzulande wird beim Ehegattennachzug zwischen guten und schlechten Ausländern unterschieden.

Hüben wie drüben ist das so ungerecht wie ungerechtfertigt und man kann nur hoffen, daß Berlusconis europäische Kollegen ihn und seine Minister davon abhalten werden. So einen Präzedenzfall für die Abschaffung (oder wenigstens massive Abänderung) eines elementaren EU-Grundrechts darf es nicht geben. Wehret den Anfängen.

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The Justin Bailey Conspiracy

Erstellt von kreetrapper am 14. Mai 2008

(hilarious fun via Wil Wheaton)

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Where to find new music

Erstellt von kreetrapper am 11. Mai 2008

Ein weiterer guter Grund, warum es sich lohnt, regelmäßig bei If Destroyed vorbei zu schauen. Paul O’Brien ist ein Musikliebhaber und postet häufiger mal darüber, z.B kommentiert er seit Anfang des Jahres die Lieder, die an Platz Eins der UK-Hitparade sind. Im letzten dieser Postings war auch das Video zu The Age of the Understatement von The Last Shadow Puppets zu sehen.

Und wie immer ist auch der witzige Kommentar von O’Brien eigentlich schon allein den Besuch wert.

Their debut single, “The Age of the Understatement”, got to number 9; the album entered at number one today. And it’s good stuff; the Scott Walker-style orchestral backings really bring out another side of their songs. The single sounds like a sixties pop band doing a western theme, so naturally the video has them wandering around Moscow in the snow… No, I don’t quite get it either. But it works, doesn’t it?

Ich war jedenfalls letzte Woche bei Saturn und wollte mir eigentlich den Akte-X-Film kaufen. Den gab es aber nicht (und laut amazon scheint er nicht so ohne weiteres verfügbar zu sein - Warum eigentlich, wo doch bald schon ein neuer ins Kino kommt?). Stattdessen habe ich mich zu einem Impulskauf des besagten Albums The Age of the Understatement hinreißen lassen. Ich habe es jetzt einige Male gehört und es gefällt mir ziemlich gut - auch wenn ich immer noch nicht so ganz sicher bin, worum es im Titelstück eigentlich genau geht.

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DC: Still getting worse

Erstellt von kreetrapper am 9. Mai 2008

Vor zwei Wochen hatte ich eine Rezension von Paul O’Brien dazu benutzt, um den beklagenswerten Zustand von DC zu illustrieren. Jetzt gibt es allerdings O’Briens Rezension von DC Universe Zero. Und die ist noch mal eine ganze Kategorie näher an “absolut unterirdisch”. Scheinbar versucht man bei DC alles, um Marvels unausgegorene, halbherzig umgesetzte Event-Stunts im Vergleich wie nobelpreisverdächtige Literatur aussehen zu lassen.

Das vielleicht schlimmste an diesem Comic ist wohl das Merketing, in dem einem der Executive Director persönlich verspricht: “best of all, whether you’re a longtime reader or a casual fan, Zero is a book for everyone to enjoy. We have built DC Universe Zero to be your primer for the greatest comic universe of all.”

Und hieran scheitert der eigentliche Comic so kläglich wie man nur scheitern kann. Ich präsentiere hier einige Auszüge aus O’Briens Rezension, empfehle aber jedem, den ganzen Text zu lesen. In seinem Blog gibt es auch Leserkommentare dazu.

Fundamentally, this isn’t a story. It’s a trailer reel artificially bolted together with a framing sequence that adds nothing to the individual elements - or at least, nothing meaningful or discernible to me. They advertised this as a story. They failed to deliver one. Bad start.

Und die einzelnen Trailer sind noch nicht einmal als solche effektiv:

Then, we get three pages of Superman and the Legion of Super-Heroes fighting bad guys in the future. … It conveys nothing, absolutely nothing whatsoever, other than that Superman and the Legion will be in a generic team-up this summer

Then, we get three pages of Batman and the Joker, plugging Batman: RIP. … It’s inoffensive, but doesn’t really do much to sell the story. Really, what does this tell us beyond “Batman will be fighting a villain this summer”?

And finally, we have Final Crisis - a scene of a villain encouraging other villains to sign up to a new religion, and an incomprehensible page of a burning man falling through horizontal panels. The dialogue seems to suggest that if I’d read a recent storyline about a war in heaven, I might know what was going on here. Unfortunately, actually explaining any of this seemingly vital information appears to be beyond the wit of anyone involved.

I had always thought that, at the very worst, a teaser issue would simply leave me cold. With DC Universe Zero, we have something completely new. I got this thing for free, remember. When I’d finished reading it, I was sorely tempted to bill DC for my time. The best thing I can say for it is that (a) some of the art is quite attractive, and (b) it’s saved me some money, by killing my last flickers of interest in Final Crisis stone dead.

Das trifft sich allerdings auch für mich ganz gut. Da Final Crisis vom God of All Comics geschrieben wird, hatte auch ich überlegt, es zu kaufen. Aber nach dieser Rezension werde ich mir zukünftig die Anschaffung jedes DC(-Universe)-Comics dreimal überlegen. Selbst wenn ein Autor beteiligt ist, auf den ich eigentlich große Stücke halte. Ich kann nur jedem Superhelden-Fan raten, es genauso zu tun. Sonst lernen die Jungs bei DC es nie. Vote with your wallet!

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Stress-timed?

Erstellt von kreetrapper am 8. Mai 2008

Englisch wird generell zu den stress-timed languages gezählt. Wikipdia schreibt hierzu, daß dies bedeutet, betonte Silben werden in ungefähr gleichen Zeitabständen artikuliert:

English is a stress-timed language; that is, stressed syllables appear at a roughly constant rate, and non-stressed syllables are shortened to accommodate this.

Daß es mit der Definition des Betonungstimings aber nicht ganz so einfach ist, zeigt die Mini-Untersuchung von Mark Liberman, die er in diesem Language-Log-Posting vorstellt. Sein Fazit lautet, daß der Einfluß des Stress-Timing auf den tatsächlichen zeitlichen Abstand zwischen betonten Silben kaum Einfluß hat (wenn überhaupt), da andere Faktoren wie Artikulationsart und -ort der beteiligten Laute und vor allem deren Länge (vgl. langes E wie in Meer vs. kurzes E wie in denn) viel wichtiger sind.
The influence of “stress timing”, in the sense of an effort to spacing stresses equally in time, is normally negligible, indeed perhaps non-existent.

Sehr interessant, wie so oft im Language Log. Ich wünschte, ich hätte die Muße dort regelmäßig mitzulesen.

Nebenbei: Auch das altehrwürdige Language Log hat letzten Monat endgültig vom schwerfälligen Movable Type zum schlanken Open-Source-Darling Wordpress gewechselt (wie Scalzi aber auch nur weil der Server unter einer zu großen MT-Datenbank zusammengebrochen ist). Der Trend ist nicht zu verkennen. Und ich schwimme wie immer fleißig mit dem Strom. *g*

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Der Glaube an Vollbeschäftigung schwindet

Erstellt von kreetrapper am 7. Mai 2008

Wie ich es ja schon seit Jahren sage, muß man sich hierzulande endlich vom Konzept der Vollbeschäftigung verabschieden. Andere Gesellschaftsmodelle sind denkbar (siehe Freiheit statt Vollbeschäftigung) und müssen endlich auch in der Politik vermehrt gedacht und durchdacht werden.

Ein wenig überrascht war ich schon, daß zumindest ein signifikanter Teil der Besucher von tagesschau.de das inzwischen genauso sieht. In dieser Umfrage stellte man die Frage Glauben Sie, dass das Ziel der Vollbeschäftigung bald erreicht werden kann?

Das Ergebnis: Ja: 13,0%. Nein: 86,2%

Das ist erfreulich, gerade weil im Lichte der jüngsten Arbeitslosenzahlen mal wieder allenthalben von der Rückkehr zur Vollbeschäftigung salbadert wird. Jetzt müssen nur noch die Spitzen von DGB und SPD einsehen, daß eine Abkehr vom Ziel der Vollbeschäftigung keine Abkehr vom Sozialen ist. Vollbeschäftigung geht auch ohne sozial. Und sozial auch ohne Vollbeschäftigung.

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