Inzwischen ist es bei mir soweit, daß mich bestimmte Nachrichten gar nicht mehr über (mehr oder weniger traditionelle) Nachrichtenmedien erreichen, sondern nur noch, sofern sie in Blogs referenziert werden, die ich zufällig lese. Oder über andere Webseiten, die ich einigermaßen regelmäßig frequentiere. Eine dieser Seiten ist das Satiremagazin The Onion. Und kürzlich gab es dort etwas in der Rubrik Infographic, das mich auf diese Nachricht aufmerksam gemacht hat.
The bill, allowing workers to keep guns in their cars for self-protection, was approved by the Florida Senate by a vote of 26-13. It now goes to Republican Gov. Charlie Christ to sign into law.
Backed by the National Rifle Association and some labor unions, the so-called “take-your-guns-to-work” measure would prohibit business owners from banning guns kept locked in motor vehicles on their private property.
Das wird sicherlich die Zufriedenheit am Arbeitsplatz in Florida merklich erhöhen. Ein Chef wird es sich zweimal überlegen, ob er einen unfähigen Arbeiter rausschmeißt, wenn er weiß, daß der nur kurz zum Parkplatz gehen und seine Knarre holen muß. Vielleicht sollte man das hier auch einführen, um die Arbeitslosenzahlen zu reduzieren.
Der Tag des Buches war ja schon gestern, aber ich habe noch ein buchiges Posting in petto.
Hier mal etwas für alle angehenden Eltern (ich habe das ungute Gefühl, daß es nicht mehr lange dauern kann bis dieser Trend auch meinen Freundeskreis erfaßt) oder Junggebliebenen. Neil Gaiman verweist auf den Daily Telegraph, der eine Liste mit 100 Büchern vorstellt, die jedes Kind gelesen haben sollte.
Da ich nicht in Großbritannien aufgewachsen bin, kenne ich leider einen Großteil der vorgestellten Bücher nicht, aber bei denen, die ich kenne, scheinen sie mir zu recht auf der Liste zu sein. Allerdings ist insbesondere der dritte Teil der Liste (für die Teenager-Jahre) mir für meinen Geschmack ein bißchen zu sehr mit (vermutlich) nur schwer verdaulichen Klassikern durchsetzt. Wuthering Heights? Little Women? To Kill a Mockingbird? Ich weiß ja nicht. Und eigentlich sind auch Titel wie der Struwwelpeter heute nicht mehr wirklich zeitgemäß. Hmm, vielleicht sollte mal jemand eine verbesserte Liste erstellen. Also die guten Ansätze dieser Liste nehmen (z.B. ist auch Hergés Klassiker Tim in Tibet (den ich immer noch nicht gelesen habe. *schäm*) auf der Liste des Telegraph) und die veralteten Sachen herausnehmen und durch Moderneres ersetzen. Wäre das nicht eine gute Aufgabe für einen engagierten Pädagogen?
Gerade stolpere ich in meinem Posteingang über einen Link, den mir Captain Smollett zugesandt hat. Ehe der noch länger dort vor sich hinschimmelt, poste ich ihn endlich hier:
Momentan scheinen beide großen Verlage so ihre Probleme damit zu haben, wirklich gute Comics abzuliefern, aber DC ist dem Abgrund offensichtlich doch noch einen großen Schritt näher. Hier in Deutschland bekommen wir das Zeug immerhin schon vorgefiltert (wenn auch nur sehr halbherzig). Und in so etwas wie vernünftige Sinneinheiten strukturiert. Trotzdem hatte auch ich in den letzten Monaten Schwierigkeiten mich für irgendetwas aus dem Hause DC zu begeistern. In den USA geht es den Lesern nicht so gut. Dies zeigt die Rezension des gerade erschienenen Titans # 1 in der X-Axis. Man sollte unbedingt die ganze Rezension lesen, um das ganze Ausmaß der Katastrope zu erfassen, die DC momentan darstellt.
As I picked it up, I couldn’t help thinking: Oh god, it’s a DC book. It’s bound to be some sort of hideous multi-part crossover mess. But then I stopped, and I reminded myself not to be so cynical. After all, it isn’t labelled as a crossover. And even DC couldn’t be so stupid as to launch a new series in mid-storyline.
So, after buying it and opening it up, what do I find on page 2?
“The Fickle Hand, part two.”
Part two! Two! In issue #1!
And do you want to know the best bit? It doesn’t even tell you where part one appeared. I had to Google it. Part one was in Titans East Special #1, which came out last November. You couldn’t make it up. Shower of bloody amateurs.
Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Was Superhelden-Comics angeht war ich ja eigentlich schon immer mehr ein Marvel-Fan also tendiere ich eher zum Lachen. Aber so viel besser sieht es leider auch beim Haus der Ideen nicht aus. Düstere Zeiten.
Seit einiger Zeit gibt es auch kurze Videoberichte auf der Seite, die konsequenterweise die Form von Fernsehnachrichten haben. Besonders schön fand ich kürzlich dieses Video: Wildly Popular ‘Iron Man’ Trailer To Be Adapted Into Full-Length Film
Als Alumnus bekomme ich regelmäßig die Zeitschrift der Ruhr-Universität, RUBENS, zugeschickt. Dieses mal kam die Ausgabe Anfang April und sie enthielt einen Artikel über die berüchtigten Betonplatten der RUB. Angeblich kann man diese jetzt ersteigern; und es soll sogar möglich sein, sich das klackernde Geräusch, das sie beim Darübergehen machen, als Klingelton herunterzuladen. Man hat sich die Mühe gemacht, eine eigene Webseite für diese Auktion aufzuziehen. Der ganze Artikel aus der RUBENS findet sich hier online.
Wenn man in Betracht zieht, daß sowohl der Artikel als auch die Webseite explizit das Datum 1. April nennen, und angesichts der extremen Abstrusität des ganzen bin ich mir fast sicher, daß es sich hierbei um einen Aprilscherz handeln muß. Allerdings habe ich bisher noch keine Bestätigung dieser Vermutung erhalten. Vielleicht kann mir ja einer meiner Leser (mit besseren Google-Skills) helfen, meine These zu bestätigen (oder von mir aus auch zu widerlegen).
Ich habe gerade die sehenswerte Sendung Volker Pispers & Gäste auf 3sat gesehen. Vermutlich kann man die Sendung von heute demnächst auch online sehen. Einfach immer wieder mal im entsprechenden der 3sat-Webseite vorbeischauen. Besonders gut hat mir diesmal der Auftritt von Marc-Uwe Kling gefallen. Damit Ihr Euch auch an seinem schönen Lied erfreuen könnt, hier ein Youtube-Video (das allerdings schon älter ist und dem daher einige aktuellere Einsprengsel fehlen).
Edit: In diesem Blog findet sich ein etwas längerer Ausschnitt aus dem Programm von Kling. Sehr lustig. Und wo ich gerade dabei bin. Momentan findet sich bei WDR 2 noch ein Beitrag von Volker Pispers über die berüchtigten “hessischen Verhältnisse”.
Dieser Artikel über In-Vitro-Fleisch ist sehr interessant. Offenbar ist die Wissenschaft so weit, daß im Reagenzglas erzeugtes Fleisch bereits in fünf bis zehn Jahren in unseren Supermärkten stehen könnte. Ich hätte nicht gedacht, daß die Forschung in dieser Richtung tatsächlich schon so weit fortgeschritten ist. Derart im Labor erzeugtes Fleisch wäre natürlich deutlich umweltfreundlicher und stellt den Konsumenten auch ethisch vor weniger Probleme. Trotzdem habe ich irgendwie ein komisches Gefühl bei der Sache. Mich würde daher sehr interessieren, wie meine Leser (so ich denn nach dieser langen Durststrecke noch welche habe) darüber denken, die ja oft sehr ausdifferenzierte Meinungen haben - insbesondere wenn es um Dinge wie Fleischkonsum oder genetische Forschung geht.